Haben Sie ein Unternehmensprojekt?

Kontaktieren Sie unsere Experten für eine individuelle Begleitung.

Per Telefon

(+352) 42 42-4343

Per E-Mail

welcomepro@bgl.lu

 

 

In Luxemburg wächst der Wunsch, ein Unternehmen zu gründen. Laut dem GEM-Bericht von STATEC(*) planten im Jahr 2024 16 % der Frauen, innerhalb der nächsten drei Jahre ein Unternehmen zu gründen. Hinter dieser Entwicklung stehen unterschiedliche Beweggründe: der Wunsch, der eigenen Arbeit mehr Sinn zu geben, eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu erreichen oder mehr Freiheit zu gewinnen.
Die Selbstständigkeit ist ebenso attraktiv wie herausfordernd. Dieser Artikel lädt Sie dazu ein, konkrete Gründe für den Schritt in die Selbstständigkeit zu entdecken, um herauszufinden, ob dieses Vorhaben zu Ihnen passt.
 

Was sagen die Zahlen über das Unternehmertum von Frauen in Luxemburg?

 

Die GEM-Luxemburg-Studie(*), die von STATEC gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der Handelskammer durchgeführt wird, misst jedes Jahr die unternehmerische Dynamik des Landes. Im Jahr 2024 lag die Unternehmerinnenquote bei 6,4 %, gegenüber 13,3 % bei den Männern. Frauen wagten damit weiterhin nur halb so häufig den Schritt in die Selbstständigkeit.

Das Unternehmertum von Frauen verfügt daher in Luxemburg über ein reales Entwicklungspotenzial, insbesondere für diejenigen, die ein Projekt verwirklichen möchten.
 

 

8 gute Gründe, den Schritt ins Unternehmertum zu wagen
 

Autonomie, Sinnsuche, Kompetenzentwicklung oder Vermögensaufbau: Jeder Werdegang ist einzigartig.
Nachfolgend finden Sie die am häufigsten genannten Beweggründe :

   

Ein Projekt schaffen, das zu Ihnen passt

Viele Projekte entstehen aus einer persönlichen Erfahrung heraus: ein unzureichend gedeckter Bedarf, ein nicht vorhandenes Produkt oder ein Know-how, das auf andere Weise angeboten werden könnte.

Unternehmerisch tätig zu sein bedeutet, eine Idee in eine konkrete Lösung umzusetzen. Der Wunsch, ein Projekt nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, vom Angebot bis hin zur Kundenbeziehung, ist häufig der erste Auslöser.

 

Die eigenen Kompetenzen zur Geltung bringen

Die als Arbeitnehmerin gesammelte Erfahrung stellt ein echtes Kapital dar: fachliche Expertise, Branchenkenntnisse und ein berufliches Netzwerk.

Die Selbstständigkeit ermöglicht es, diese Erfahrungen vollständig zu nutzen und ihnen eine neue Dimension zu verleihen.

Mehr Autonomie gewinnen

Die eigenen Arbeitszeiten, den Arbeitsort oder das Arbeitstempo selbst bestimmen: Organisatorische Freiheit wird häufig als entscheidender Hebel genannt.

Sie ermöglicht es, die eigene Tätigkeit an persönliche Rahmenbedingungen anzupassen, vorausgesetzt, der Arbeitsalltag ist klar strukturiert.

Den Tag an familiäre Verpflichtungen anpassen, Arbeitszeiten verschieben oder am Abend weiterarbeiten. Flexibilität bedeutet nicht weniger Arbeit. Ohne klare Struktur kann die berufliche Tätigkeit leicht alle anderen Lebensbereiche einnehmen. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an Grenzen zu setzen: feste Arbeitszeiten, ein eigener Arbeitsbereich und echte Pausen.

Die Balance zwischen den verschiedenen Lebensbereichen ist ein Vorteil der Selbstständigkeit, sofern sie bewusst organisiert wird.
 

 

Im Einklang mit den eigenen Werten arbeiten

Über das Projekt selbst hinaus ermöglicht die Selbstständigkeit, selbst zu entscheiden, wie es umgesetzt wird.

Kunden auswählen, eigene Bedingungen festlegen, Qualität oder Kundennähe bevorzugen: all dies sind Entscheidungen, die im Angestelltenverhältnis oft nur begrenzt möglich sind.

Für viele selbstständige Frauen wiegt diese Übereinstimmung zwischen den eigenen Überzeugungen und der täglichen Tätigkeit stärker als die Vergütung, wenn es um die Zufriedenheit bei der Arbeit geht.

Einen positiven Einfluss schaffen

Für viele Frauen bedeutet Unternehmertum heute weit mehr, als lediglich eine profitable Tätigkeit aufzubauen. Es bietet auch die Möglichkeit, zu einer verantwortungsvolleren Gesellschaft beizutragen, indem Menschen, nachhaltige Entwicklung oder Solidarität in den Mittelpunkt des Projekts gestellt werden.

Kreislaufwirtschaft, Inklusion, Wohlbefinden, verantwortungsvoller Konsum oder lokale Initiativen: Unternehmertum wird zu einem echten Hebel für Veränderung.

Der Wunsch, beruflichen Erfolg mit persönlichem Engagement zu verbinden, ist heute ein immer wichtigerer Beweggrund für den Schritt in die Selbstständigkeit.

Eigene Entscheidungen treffen

Als Selbstständige bestimmen Sie Ihre Strategie und Ihre Prioritäten selbst. Sie entscheiden über Investitionen, Ausrichtungen und wichtige Entscheidungen.

Entscheidungen können schneller getroffen werden, erfordern jedoch gleichzeitig, die volle Verantwortung dafür zu übernehmen.

Gerade diese Verantwortung kann eine starke Triebkraft sein : Sie ermöglicht es, voranzukommen, die eigene Resilienz zu stärken und die Fähigkeit zur Entscheidungsfindung weiterzuentwickeln.  

 

Die Freude am Lernen

Die Gründung einer eigenen Tätigkeit erfordert die Entwicklung neuer Kompetenzen: Management, Verhandlung, Kommunikation oder Buchhaltung. Ganze Themenbereiche eröffnen sich, die häufig weit vom ursprünglichen Beruf entfernt sind.

Dieser kontinuierliche Lernprozess trägt dazu bei, das Selbstvertrauen zu stärken.

Einkommens- und Vermögenspotenzial

 

Die Selbstständigkeit ermöglicht es, über den Rahmen eines festen Gehalts hinauszugehen. Wenn die Tätigkeit erfolgreich ist, können die Einkünfte schnell über ein Gehalt hinausgehen.Natürlich können sie gerade zu Beginn auch schwanken.

Langfristig bauen Sie ein berufliches Vermögen auf: einen Kundenstamm, eine Marke und Vermögenswerte, die einen eigenen Wert besitzen.


Diese verschiedenen Beweggründe gehören zu den am häufigsten genannten Gründen von Frauen, die sich für den Schritt ins Unternehmertum entscheiden. Ob es darum geht, ihrer Tätigkeit mehr Sinn zu verleihen, mehr Autonomie zu gewinnen, ihre Resilienz zu stärken, einen positiven Beitrag zu leisten oder andere Frauen zu inspirieren – sie alle spiegeln denselben Wunsch wider: ein berufliches Projekt aufzubauen, das mit den eigenen Werten, Ambitionen und Kompetenzen im Einklang steht. Unternehmertum erscheint damit für viele Frauen weit mehr als nur eine Karriereentscheidung; es ist ein echter Hebel für persönliche und berufliche Entfaltung.

Wie kann man sich vorbereiten?

Auch wenn die Vorteile einer Unternehmensgründung in Luxemburg zahlreich sind, sollte der Übergang in die Selbstständigkeit sorgfältig vorbereitet werden, insbesondere aus finanzieller Sicht.

Ein finanzielles Sicherheitspolster, eine klare Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Finanzen sowie Überlegungen zur persönlichen Vorsorge gehören zu den wesentlichen Grundlagen für einen guten Start.

Der Grundstein eines solchen Vorhabens ist häufig der Businessplan: Er hilft dabei, das Projekt zu strukturieren, seine finanzielle Tragfähigkeit zu bewerten und die für den Start der Tätigkeit erforderlichen Mittel zu definieren. Sobald das Projekt gefestigt ist, stellt die Eröffnung eines eigenen Geschäftskontos einen wichtigen Schritt bei der Unternehmensgründung dar und wird anschließend zu einem wesentlichen Instrument für die Verwaltung der finanziellen Transaktionen des Unternehmens.

Für die laufende Verwaltung des Unternehmens sowie für die Finanzierung der Geschäftstätigkeit von Beginn an stehen verschiedene Lösungen zur Verfügung.
 

Häufig gestellte Fragen

  • icone faq question
    Kann man in Luxemburg eine Tätigkeit starten und gleichzeitig angestellt bleiben?

    Ja, in den meisten Fällen. Viele selbstständige Frauen beginnen ihre Tätigkeit parallel zu ihrer Anstellung, um ihr Projekt zu validieren und die ersten Kunden zu gewinnen. Prüfen Sie zunächst Ihren Arbeitsvertrag, da bestimmte Klauseln Nebentätigkeiten regeln können. Die genauen Bedingungen entsprechend Ihrer Situation finden Sie auf MyGuichet.lu.

  • icone faq question
    Woran erkennt man, ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die Festanstellung zu verlassen?

    Zwei Faktoren sind besonders wichtig. Erstens: echte Kunden und nicht nur Interessensbekundungen. Zweitens: ein finanzielles Sicherheitspolster, das mehrere Monate an Ausgaben abdeckt, um unregelmäßige Einkünfte in der Anfangsphase auszugleichen. Wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Übergang gelassen in Betracht gezogen werden. Andernfalls bleibt der Start parallel zur Anstellung eine interessante Option.

  • icone faq question
    Womit sollte man beginnen, um in Luxemburg ein Unternehmen zu gründen?

    Der erste Schritt ist die Niederlassungsgenehmigung, die für die meisten Handels-, Handwerks- und Dienstleistungstätigkeiten erforderlich ist. Der Antrag wird online über MyGuichet.lu gestellt. Die House of Entrepreneurship und die Handelskammer sind Ihre wichtigsten Ansprechpartner. Sie begleiten Projektträgerinnen in jeder Phase, von der Wahl der Rechtsform bis zu den administrativen Formalitäten.

    Lesen Sie unseren Artikel: Die wichtigsten Schritte zur Gründung Ihres Unternehmens in Luxemburg
     

  • icone faq question
    Braucht man einen Abschluss, um als Frau Unternehmerin zu werden?

    Das hängt von der geplanten Tätigkeit ab. Einige reglementierte Berufe oder Branchen erfordern einen Abschluss, eine spezifische Qualifikation und/oder eine Niederlassungsgenehmigung, um in Luxemburg ausgeübt werden zu dürfen. Für andere Tätigkeiten ist kein besonderer Abschluss erforderlich. Kompetenzen und Fachwissen im jeweiligen Bereich bleiben jedoch wichtige Vorteile. Informationen zu den für Ihr Projekt geltenden Anforderungen finden Sie auf guichet.lu.

  • icone faq question
    Welche Branchen bieten die besten Chancen für Unternehmerinnen in Luxemburg?

    In Luxemburg bieten insbesondere die Bereiche Digitalisierung, FinTech, Software, Energie, Gesundheit, nachhaltiger Wandel sowie Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung attraktive unternehmerische Möglichkeiten. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen eröffnen außerdem neue Perspektiven in den Bereichen Beratung, Wohlbefinden sowie Sozial- und Solidarwirtschaft.

    Lesen Sie unseren Artikel: Die Vorteile einer Unternehmensgründung in Luxemburg.

  • icone faq question
    Entwickelt sich das Unternehmertum von Frauen in Luxemburg positiv?

    Die allgemeine unternehmerische Dynamik nimmt deutlich zu: Laut der GEM-Studie von STATEC(*) waren im Jahr 2024 9,9 % der Einwohnerinnen und Einwohner an einem neuen Unternehmen beteiligt, gegenüber 7 % im Jahr 2022. Die Unternehmerinnenquote liegt jedoch weiterhin unter jener der Männer: 6,4 % gegenüber 13,3 % im Jahr 2024. Das Entwicklungspotenzial ist groß, und das luxemburgische Unterstützungsökosystem arbeitet aktiv daran, diese Lücke zu schließen.

  • icone faq question
    Wie hoch ist die Überlebensrate neuer Unternehmen in Luxemburg?

    Die Mehrheit der neu gegründeten Unternehmen besteht die ersten Jahre ihrer Tätigkeit(*), doch ihre langfristige Beständigkeit hängt stark von der Branche, dem Geschäftsmodell und der Vorbereitung des Projekts ab. Eine sorgfältige Vorbereitung, insbesondere durch einen soliden Businessplan und eine realistische Finanzanalyse, bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor.

  • icone faq question
    Welche soziale Absicherung besteht für Selbstständige in Luxemburg?

    Selbstständige sind beim Centre Commun de la Sécurité Sociale (CCSS) angeschlossen und leisten Beiträge zur Krankenversicherung, Altersvorsorge und Pflegeversicherung. Der Schutz unterscheidet sich in einigen Punkten von dem eines Angestellten, insbesondere durch das in den meisten Fällen fehlende Arbeitslosengeld. Die frühzeitige Planung der persönlichen Vorsorge, einer zusätzlichen Altersvorsorge oder einer Lebensversicherung gehört zu den wichtigen Maßnahmen ab dem Start der Tätigkeit.

  • icone faq question
    Welches Eigenkapital sollte ich für die Gründung meines Unternehmens einplanen?

    Hier müssen zwei Aspekte unterschieden werden. Für die Gründung der Rechtsstruktur hängt das erforderliche Mindestkapital von der gewählten Gesellschaftsform ab. Wir empfehlen Ihnen, unseren entsprechenden Artikel zu lesen, um die geltenden Anforderungen kennenzulernen: Einzelunternehmen oder GmbH: Welche Rechtsform sollten Sie wählen?
    Aus finanzieller Sicht hängt das erforderliche Eigenkapital vom Projekt, seinem Risikoniveau, dem Finanzierungsbedarf und den angebotenen Sicherheiten ab. In der Praxis wird ein Eigenbeitrag häufig geschätzt, da er das Engagement der Unternehmerin bzw. des Unternehmers unterstreicht und zeigt, dass das Risiko nicht ausschließlich von Investoren oder Finanzinstituten getragen wird.

Das Angebot unterliegt Bedingungen und gilt vorbehaltlich der Annahme Ihres Antrags durch die Bank. Die Eröffnung des Kontos ist gebührenfrei, mit Ausnahme der Preise für das Bankpaket und die Banktransaktionen. Informieren Sie sich in unserer Gebührenübersicht über die Preise für die Packages und Leistungen.

(*) Hauptquellen :

Global Entrepreneurship Monitor Luxembourg 2024/2025 - Statistiques - Luxembourg

Neuigkeiten - Chambre de Commerce Luxembourg

Guichet.lu

Startup‑Ökosystem-Bericht Luxemburg – Daten & Fakten

Your devoted BGL BNP Paribas Team, 11/09/2026